Gutes Aussehen leicht gemacht

 

Für XUITS hat der Stilberater Florian S. Küblbeck die besten Tricks gesammelt, die jedes Outfit aufbessern.


Viele Männer denken, um sich besser anzuziehen, bräuchten Sie entweder viel Zeit und Geld oder ein vollständiges Umstyling. Dabei sind es oft die kleinen Eingriffe, die den großen Unterschied in Sachen Styling machen. Hier sind zehn einfache Tipps, mit denen Sie jeden Look sofort aufbessern können – ohne ihn zu verändern.

 

1. Vergessen Sie den Windsorknoten. Ausnahmslos jede Krawatte profitiert von einem einfachen Four-in-Hand-Knoten. Der Windsorknoten, womöglich in seiner in Deutschland als „doppelt” bezeichneten Ausprägung, steht dagegen keinem Hemdkragen – von seinem Träger ganz zu schweigen.

 

2. Putzen Sie Ihre Schuhe. Nichts kann ein gelungenes Outfit so gründlich ruinieren wie ungepflegtes Schuhwerk. Dabei ist Schuheputzen weder kompliziert noch langwierig. Eine Naturhaarbürste und ein Tiegel weicher Pflegeemulsion sind bereits ausreichend. Reiben Sie Ihre Schuhe einmal pro Woche damit ein und bürsten Sie sie anschließend, bis sich ein seidenmatter Glanz einstellt. Die Bürste sollte auch nach jedem Tragen zum Einsatz kommen, damit sich Schmutz und Staub nicht an den Nähten und Lochmustern des Schafts absetzen können.


3. Tragen Sie die richtige Hosenlänge. Die meisten Männer tragen ihre Hosen lieber zu lang als zu kurz. Der dadurch entstehende Stoffstau auf Knöchelhöhe lässt sie deshalb oft aussehen, als müssten sie die Hosen ihrer großen Brüder auftragen. Die korrekte Hose sitzt dagegen nur mit einem leichten Knick auf der Vorderseite des Schuhs auf.

 

4. Verzichten Sie auf kunstvoll gefaltete Einstecktücher. Alle komplizierten Einstecktuchfaltungen mitsamt ihrer Anleitungen haben einen gemeinsamen Vorteil: Sie können sie getrost ignorieren. Die einzigen beiden Faltungen, die Sie jemals benötigen werden, heißen Rechteckfaltung und Bauschfaltung. Beide gelingen mit nur zwei Handgriffen und sehen um Längen eleganter aus als jedes Brusttaschen-Origami.

 

5. Freunden Sie sich mit Ihrer Kleiderbürste an. Sie ist der wichtigste Schritt in Sachen Kleiderpflege und wird in ihrer Bedeutung drastisch unterschätzt. Bürsten Sie Ihre Kleidung nach jedem Tragen gründlich ab, um den Schmutz des Tages von ihr zu entfernen.

 

6. Meiden Sie die Textilreinigung. Jeder Aufenthalt eines Anzugs in der Vollreinigung verkürzt seine Lebenszeit dramatisch – die verwendeten Chemikalien schaden dem Stoff und den darunter verarbeiteten Einlagen. Bei normalem Gebrauch ist eine einzige Reinigung je Saison absolut ausreichend.

 

7. Knöpfen Sie Ihr Sakko richtig. Ein Sakko wird im Stehen zu-, im Sitzen dagegen aufgeknöpft. Am Dreiknopfsakko schließt man die oberen beiden Knöpfe, am Zweiknopfsakko nur den oberen. Der unterste Knopf bliebt stets geöffnet.

 

8. Tragen Sie Unterhemden stets unsichtbar. Knöpfen Sie Ihren Hemdkragen stets nur soweit auf, dass ein darunter getragenes T-Shirt nicht zum Vorschein kommt. Eigentlich ist ein Unterhemd unter dem Hemd überflüssig, denn das Hemd zählt streng genommen zur Unterwäsche.

 

9. Legen Sie Schals und Mützen drinnen ab. Sie sind funktionale Accessoires und selbstverständlich Teil des Outfits. In geschlossenen Räumen haben sie allerdings nichts zu suchen und sollten deshalb abgenommen werden.

 

10. Kleiden Sie sich dem Anlass entsprechend. Was so banal klingt, ist dennoch ungemein wichtig und wird erstaunlich oft vergessen. Ein Besuch in der Oper unterscheidet sich von einem im Supermarkt eben nicht nur in puncto Verhaltensregeln – angemessene Kleidung zeugt immer auch vom Respekt gegenüber dem gesellschaftlichen Umfeld.

 

Selbstverständlich müssen Sie nicht alle diese Tipps auf einmal anwenden. Tasten Sie sich am besten in kleinen Schritten vorwärts und beobachten Sie so, wie sich Ihr Kleidungsstil durch kaum wahrnehmbare Eingriffe nachhaltig verbessert. Probieren Sie es aus!