Das Tweed-Sakko ist ein Klassiker des Brit-Styles, dem man sein modisches Alter nicht ansieht. Aus mittelschwerem Tweed, nicht zu schmal geschnitten, mit zwei oder drei Knöpfen, erfreut sich das Tweed-Sakko seit fast hundert Jahren großer Beliebtheit. Tweed wärmt, hält Wind und Regen fern, ist sehr robust und wird mit den Jahren immer schöner – eine Jacke für die Ewigkeit. 

 

Aber was ist eigentlich Tweed?

Unter diesem Sammelbegriff versteht man grobe Wollstoffe in Handweboptik, ursprünglich von den britischen Inseln. Die Schafe, die für den Tweed ihr Haarkleid lassen, leben in unwirtlichen Gegenden, auf den schottischen Inseln und im Hochland. Um gegen Wind und Wetter gewappnet zu sein, brauchen die Tiere ein dickes Fell – das ideale Material für diese rustikalen Wollstoffe. Dementsprechend informell sehen die Sakkos, Jacken und Mäntel daraus aus: Ursprünglich für die Jagd oder den Sport gedacht, werden sie noch heute in der Freizeit oder in Branchen ohne strengen Dresscode getragen.

Ihre optimale Umgebung ist die frische Luft, das Kaminzimmer oder ein zugiges Schloss – für ein Büro mit Zentralheizung eignen sie sich weniger. Tweed-Sakkos strahlen eine lässige Eleganz aus, die man in Zeiten, in denen Jogginghosen zum Straßenstandard gehören, fast vergessen glaubte. Die Naturtöne dieser Wollstoffe wirken nie grell und lassen sich sehr gut mit anderen Farben kombinieren. Ein Tweed-Sakko ist ideal für alle Gelegenheiten, die keinen Anzug erfordern. 

 

Und was trägt man zu einem Tweed-Sakko?

 

Eigentlich können Sie dazu tragen, was Sie wollen – sogar Jogginghosen, wenn es zu Ihrem Style und zum Anlass passt. Dunkle Jeans oder Chinos passen perfekt zum Tweed-Sakko – selbstverständlich können Sie auch einen kompletten Tweed-Anzug tragen. Wir möchten Sie aber warnen: Nicht jeder Wollstoff eignet sich für eine Hose. Und natürlich kratzt sie auch ein wenig.

Dazu wählen Sie braune Schnürschuhe mit Profilsohle, Brogues oder auch nicht allzu derbe Boots. Je nach Anlass tragen Sie darunter ein Hemd mit oder ohne Pullover, zum Brit-Style passen auch Pullunder, Cardigans und Rollkragenpullover. Falls Sie eine Krawatte tragen, wählen Sie ein möglichst kräftiges Material, vielleicht sogar einen Wollbinder – sehr leichte Seide ist hier nicht angebracht. 

 

Eine Weste ist die perfekte Begleitung zum Tweed-Sakko

 

Sie liefert eine Extraportion Wärme und kleidet ungemein – zwei sehr gute Gründe, die für sie sprechen. Gegen die Weste zum Tweed-Sakko steht lediglich der Aspekt, dass Sie bei höheren Außentemperaturen leicht ins Schwitzen geraten könnten. Im Winter ersetzt sie den Pullover oder Pullunder, durch ihren hochgeschlossenen Schnitt können Sie meist auch auf den Schal verzichten.

Westen in Kontrastfarben zum Sakko oder Anzug sind allerdings ein Wagnis: Sie verlangen ihrem Träger viel Gespür für Farben ab. Und schnell wird man ungewöhnlichen Farbkombinationen überdrüssig.

 

Unten sehen Sie eine kleine Auswahl aus unserem Tweed-Angebot. Weitere Informationen und mehr Bilder finden Sie in unserer Tweedbroschüre - laden Sie diese einfach herunter oder fordern Sie sie kurz per E-Mail an! Alle abgebildeten Modelle finden Sie auch in unserem Online-Shop.


Sakko aus Breanish Tweed

 

Harris Tweed Sakko

 

Harris Tweed


Ein Tweed mit Echtheitszertifikat:
 Nur reine Schurwolle, die auf den Äußeren Hebriden gefärbt und von Hand gewebt wurde, darf das Siegel Harris Tweed tragen. Auf den schottischen Inseln Lewis, Harris, Uist und Barra entsteht das berühmte kratzige Streichgarngewebe. Wie das Land, so auch der Stoff: rau, hart, strapazierfähig. Harris Tweed knittert kaum, hält sehr warm und ist durch die vielfarbigen Garne gut zu kombinieren. Da das Material recht voluminös ist, eignet es sich bestens für Sakkos und Mäntel in legerer Form, von Hosen ist dagegen abzuraten.

 
Donegal Tweed Sakko


Donegal Tweed


Benannt wurde er nach seinem nordirischen Heimat-County Donega
l, wo er noch heute gewebt wird. Bekannt ist der Donegal für seine farbigen Noppen, die dem locker gewebten Wollstoff sein typisches Aussehen verleihen. Zu den besonders beliebten Varianten zählt das Pfeffer-und-Salz-Muster, wie hier auf dem Foto zu sehen. In dieser Farbgebung passt der Donegal perfekt zu Jeans sowie Cord- und Flanellhosen in vielen Farbtönen. Obwohl er nicht allzu sehr kratzt, raten wir von Hosen aus dieser Qualität ab.

 
Norfolk-Jackett nach Maß

 

Norfolk-Jacke


Ursprünglich war sie für die Jagd gedacht, vor etwa 150 Jahren kam die Norfolk-Jacke in den Kreisen um den Prinz von Wales auf. Mit Gürtel, geknöpften Taschen, Bewegungsfalten am Rücken und später einem Lederbesatz fürs Gewehr trat sie ihren Siegeszug bei den britischen Gentlemen an. In den Zwanzigerjahren verlor sie ihre Eigenheiten und wandelte sich zum schlichten Tweed-Sakko. Jetzt feiert die Jacke ihr verdientes Comeback – die Knickerbocker, die klassisch dazu getragen werden, erfordern allerdings etwas Mut.