Woher stammt der Stoff für Ihren nächsten Maßanzug? Wir stellen Ihnen hier traditionsreiche Webereien und Stoffhändler vor, die sich mit Qualität und Anspruch einen Namen gemacht haben. Kommen Sie in eine unserer Filialen und überzeugen Sie sich per Griff und Blick von den Tuchkollektionen dieser Anbieter.  

Ariston Napoli


Im Jahr 1920 wurde die italienische Weberei von Fernando Imparato gegründet – noch heute wird sie von der Familie Imparato geleitet, mittlerweile in der vierten Generation. Mit Sitz am Rande von Neapel webt Ariston alle Stoffe ausschließlich in Italien. Anders als bei den großen italienischen Mitbewerbern werden die Stoffe aus Schurwolle, Mohair, Seide, Kaschmir, Baumwolle und Leinen in eher kleinen Auflagen hergestellt. Individualität, Leidenschaft, Kompetenz und Tradition zeichnen die Kollektionen von Ariston aus.
 
 

Bateman Ogden

 

Der Ort Bradford in der englischen Grafschaft Yorkshire zählte im 19. Jahrhundert neben Hudders.eld und Halifax zu den wichtigsten Textilstädten des Landes. Dort gründete sich 1881 das Sto.handelsunternehmen Bateman Ogden, das noch heute ausschließlich Stoffe aus englischer Produktion in besten Qualitäten anbietet. Seine Spezialität, damals und heute, nach mehr als 130 Jahren: luxuriöse Kammgarngewebe für Herrenanzüge und -mäntel. Kunden auf der ganzen Welt verwenden die feinen Materialien von Bateman Ogden.
 
 

Barberis

 

Die erste urkundliche Erwähnung der Weberei Vitale Barberis Canonico stammt aus dem Jahr 1663, in der aktuellen Firmierung besteht sie seit 1936. In Biella gelegen, dem Herzen der italienischen Textilherstellung, zählt das Unternehmen zu den ersten italienischen Stoffadressen. Beste Qualität in allen Bereichen ist das Motto – von der feinsten Rohwolle bis zum fertigen Edeltuch. Der Schwerpunkt liegt auf klassisch eleganten Stoffen für die Tages- und Abendgarderobe. Als einer der wenigen Stoffhersteller fertigt Barberis keine eigene Konfektion an.
 
 

Breanish Tweed


Der kleine Familienbetrieb auf der Insel Lewis webt noch von Hand auf einem Webstuhl, der mehr als 90 Jahre alt ist. Die beiden Weber, die neben Vater und Sohn die Stoffe fertigen, blicken zusammen über hundert Jahre Weberfahrung zurück. Um einen Ballen von 60 Metern zu weben, benötigen sie in der traditionellen Weise ganze vier Tage. Den edlen Stoffen sieht man ihre Qualität an: Lambswool, Shetlandwolle, Kaschmir und Vikunja werden zu leichten Tweeds verwoben, die in der ganzen Welt ihre Liebhaber finden.
 
 

Drapers Italy


Keine Weberei, sondern ein Stoffhändler: Drapers Italy ist spezialisiert auf exklusive Stoffe für Herren. Alle Materialien bestehen aus natürlichen Rohstoffen und stammen von renommierten Webereien aus Italien und Großbritannien, die die Stoffe exklusiv für Drapers Italy fertigen. Das Familienunternehmen wurde 1956 im Herzen von Bologna von dem erfahrenen Stoffhändler Arturo Lolli gegründet, sein Sohn Domenico führt heute die Geschäfte im neuen Headquarter am Stadtrand von Bologna.
 

Ermenegildo Zegna


Mit Stoffen fing alles an – mittlerweile fertigt das Familienunternehmen eine riesige Produktpalette im modischen Segment an. Im Jahr 1910 stieg Ermenegildo Zegna in die Weberei seines Vaters ein, nannte die Firma Lanificio Zegna und legte damit den Grundstein für die berühmte Luxusmarke. Seit 1968 wird Herrenkleidung angeboten, vier Jahre später kamen Maßanzüge dazu. Im Stoffbereich hat sich Zegna auf hochwertige Wolle, Mohair und Kaschmir spezialisiert, wobei besonders die Kaschmirgewebe von überragender Qualität sind.
 
 

Hardy Minnis


Die Marke entstand Ende der 1960er Jahre aus dem Zusammenschluss der renommierten englischen Wollhändler J&J Minnis und John G. Hardy. Letzterer gründete sein Unternehmen um 1890 in der Hauptstadt der britischen Textilindustrie Huddersfield und gilt als erster Engländer, der schottische Wolle im Süden salonfähig machte. Seine Spezialität, der Alsport Tweed, begeisterte die Königliche Familie so sehr, dass ab 1929 die Gardedivision seinen Tweed trug und die Marke kurze Zeit später den Titel Hoflieferant tragen durfte.


Harrisons of Edinburgh


Begonnen hat Sir George Harrison seine Karriere als Schneiderlehrling in Edinburgh, bis er schließlich im Jahr 1863 seinen Stoffhandel Harrisons of Edinburgh gründete. Heute vereinen sich drei weitere Firmen unter dem Namen: Porter & Harding, H Lesser und Lear, Browne & Dunsford. Der Hauptsitz befindet sich in Exeter, dem Zentrum der englischen Wollindustrie. Durch den Zusammenschluss ist die Auswahl groß: Von eleganten Anzugstoffen bis hin zu rustikalen Tweeds reicht das hochwertige Angebot. 

 

Holland & Sherry


Bis ins Jahr 1836 reicht die Geschichte der britischen Stoffhändler Holland & Sherry zurück. Damals eröffneten George Holland und Frederick Sherry ihr erstes Geschäft in der Londoner Bond Street. Seit 1982 befindet sich der Hauptsitz der Firma in der Savile Row, der berühmten Straße der Maßschneider; unter ihrem Namen sind mittlerweile mehr als 20 Stoffhersteller vereint. Wolle und Seide sind ihre Spezialitäten, auf der Suche nach immer feineren Qualitäten findet man bei Holland & Sherry auch Raritäten wie Super 200 und Vikunja-Kammgarngewebe.
 
 

John G. Hardy


Siehe Hardy Minnis
 
 

Loro Piana


Das norditalienische Unternehmen Loro Piana hält den Weltrekord für die feinste gesponnene Wollfaser, jedes Jahr kauft man die „Record Bales“ auf, die feinsten Wollen aus Australien und Neuseeland, um daraus exquisite Tuche zu weben. Im Jahr 1924 bei Biella gegründet, gilt Loro Piana heute weltweit als größter Kaschmirhersteller und größter Händler feinster Wollen. Auch das Angebot an edlen Vikunja-Stoffen ist herausragend. In den Neunziger Jahren kamen Bekleidung und Accessoires zum Sortiment. Seit 2013 gehört die Firma zum französischen Luxuskonzern LMVH.
 

Magee of Donegal


1866 eröffnete John Magee ein Stoffgeschäft im nordirischen Städtchen Donegal. Dort verkaufte er die handgewebten Tweeds, die in Heimarbeit von den Fischern und Bauern der näheren Umgebung hergestellt wurden. Ab 1900 stellte man Weber an, die die mittlerweile klassischen Materialien fertigten: Fischgrat, Salz-und-Pfeffer-Optiken – alles gefärbt mit Pflanzenfarben, die das irische Land bietet und die noch heute in der Produktion verwendet werden. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann Magee of Donegal auch mit der Fertigung von Bekleidung.
 
 

Porter & Harding

 

Siehe Harrisons of Edinburgh